Hausgeburt? Rückblickend die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Von Anfang an fühlten wir uns mit Helen wohl. Die Vorsorge-Termine während der Schwangerschaft ermöglichten uns ein vertrautes Verhältnis zu Helen aufzubauen. Zuversichtlich und ohne Angst konnten wir uns in das Abenteuer Geburt stürzen, das wohl schönste Abenteuer! Pünktlich zum Termin, früh um fünf, begann es… Sachte aber deutlich machten sich die ersten Wehen bemerkbar. Voller Vorfreude und auch ein wenig nervös starteten wir in den Tag. Unglaublich dass es nun soweit ist! Helen informierten wir um 6 Uhr per SMS, dass es heute vermutlich soweit ist.


Es war ein trüber Tag, wunderbar um sich einzunisten, eine Kerze anzuzünden und schöne Musik zu hören. Die Wehen kamen in 5-10min Abständen. In den Pausen lag ein Frühstück drin und auch der Aufbau des Gebärpools, dass wir als gleich mit heißem Wasser füllten. Um 11h rief ich die Hebamme an, um sie über den Stand der Dinge zu informieren. Danach nahm die Stärke der Wehen deutlich zu und ich setzte mich in den Pool. Sofort merkte ich, wie mich das warme Wasser entspannte und die Wehen viel erträglicher wurden. Bis auf die Wehen hatte alles Wellness-Charakter! Um 13.40 hatte ich den Wunsch, Helen zu rufen – mein Mann rief an und 20min später war Helen da. Die nun alle drei Minuten wiederkehrenden Wehen verstärkten sich von Stunde zu Stunden. Helen war da, beobachtete und unterstützte mich beim Atmen. Mein Mann gab mir während den Wehen den nötigen Halt. Ich hatte den Wunsch zu wissen, wie weit sich der Muttermund noch geöffnet hatte. 3cm waren geschafft. Erst ein Drittel, dachte ich. Helen sicherte mir zu, dass ich gut atme und mich richtig bewege. Den Rest musste ich also auch schaffen können!


Der Muttermund öffnete sich langsam aber stetig. Zwischen 17h und 18h waren wir bei 9cm – also fast geschafft! Auf Anweisung von Helen konnte ich das auch selber tasten. Auch die Fruchtblase war zu spüren, sie war noch immer nicht geplatzt. Draußen braute sich ein Gewitter zusammen, drinnen begannen die Presswehen. Mit einem Dopton maß Helen regelmäßig die Herztöne vom Baby. Sie blieben konstant stabil. Bald war das Köpfchen immer noch durch die Fruchtblase geschützt, deutlich zu spüren. Ich selbst, ganz bei mir, dachte, dass ich nicht mehr viel Schmerz aushalten würde. Der Halt, den mir mein Mann gab und den ermutigenden Wort der Hebamme ermöglichten mir jedoch meine Kräfte voll auszuschöpfen. Um 18.50, bei Blitz und Donner, glitt unser Sohn Jona ins Wasser des Gebärpools mit einer Glückshaube. Wenige Momente später lag er an meiner Brust und Gefühle des unendlichen Glücks durchströmten mich. Draußen legte sich das Gewitter und der Nieselregen setzte wieder ein…


Danke Helen, dass du uns während der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett zur Seite gestanden bist!

Liebe schenkt Liebe

Liebe schenkt Leben

Leben schenkt Leid

Leid schenkt Sorge

Sorge schenkt Wagnis

Wagnis schenkt Glaube

Glaube schenkt Hoffnung

Hoffnung schenkt Leben

Leben schenkt Liebe

Liebe schenkt Liebe

 

 

Verfasser unbekannt